
Wie hängen Datenschutz und Cybersicherheit zusammen?
Datenschutz und Cybersicherheit gehören zusammen – das eine funktioniert nicht ohne das andere.
Wir zeigen, was seit Ende 2025 mit NIS2 neu dazukommt und was Sie konkret tun können.
Bild: KI-generiert (OpenAI)
Autor: Peer Casper · Veröffentlicht am 1. September 2026 · Aktualisiert am 2. September 2026
Cybersicherheit ist der Schutz von IT-Systemen und Netzwerken vor Bedrohungen wie Hackerangriffen, Viren und Malware. Sie ist für Unternehmen aller Größenordnungen von entscheidender Bedeutung, weil sie die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten schützt.
Datenschutz, Datensicherheit und Cybersicherheit hängen zusammen, meinen aber nicht dasselbe: Datenschutz regelt, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen. Datensicherheit sind die konkreten technischen Maßnahmen, die Daten vor Verlust und Missbrauch schützen. Cybersicherheit ist der umfassendere Schutz aller IT-Systeme – er schließt Datensicherheit mit ein, geht aber darüber hinaus.
Datenschutz und Cybersicherheit sind eng miteinander verbunden.
Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss das sicher tun. Dazu gehören angemessene Sicherheitsmaßnahmen, die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für Datenschutzfragen und die Einhaltung von Datensicherheitsstandards.
Cybersicherheitsvorfälle können zu Datenpannen führen. Wenn zum Beispiel ein Hackerangriff erfolgreich ist, können die Angreifer personenbezogene Daten ausspionieren, stehlen oder zerstören. Das kann erhebliche finanzielle und reputationsschädigende Folgen für das betroffene Unternehmen haben.
Um datenschutzkonform zu sein und die Datensicherheit zu gewährleisten, müssen Unternehmen Cybersicherheitsvorfälle daher verhindern und auf sie reagieren können.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:
- Wirksame Sicherheitsmaßnahmen einrichten: Dazu gehören zum Beispiel Firewalls, Virenschutzprogramme und Zwei-Faktor-Authentifizierung.
- Mitarbeitende für Datenschutzfragen sensibilisieren: Sie sollten über die Risiken von Cybersicherheitsvorfällen und die Bedeutung von Datenschutzmaßnahmen informiert sein.
- Datensicherheitsstandards einhalten: Es gibt anerkannte internationale Standards für die Datensicherheit, zum Beispiel ISO/IEC 27001. Ihre Einhaltung verbessert die Datensicherheit messbar.
Neu seit Ende 2025: NIS2
Seit dem 6. Dezember 2025 gilt in Deutschland das Gesetz zur Umsetzung der europäischen NIS2-Richtlinie – eine neue Cybersicherheits-Vorschrift, ohne Übergangsfrist. Sie verpflichtet rund 29.500 Unternehmen in 18 als kritisch eingestuften Branchen zu Risikomanagement- und Meldepflichten für Cybersicherheitsvorfälle. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 10 Millionen Euro.
Anders als der Datenschutz knüpft diese neue Vorschrift nicht an personenbezogene Daten an, sondern an die Sicherheit der IT-Systeme insgesamt. Für betroffene Unternehmen laufen beide Pflichten seit Dezember 2025 parallel: Der Datenschutz schützt die Daten der betroffenen Personen, NIS2 die Systeme, auf denen diese Daten verarbeitet werden. Ob Ihr Unternehmen unter NIS2 fällt, hängt von Branche und Größe ab – das lohnt sich im Einzelfall zu prüfen. Im Rahmen unserer Datenschutzberatung ordnen wir Ihre IT-Systeme und Prozesse auch dahingehend ein.
Zusätzliche Tipps für die Cybersicherheit
- Backups und Updates: Regelmäßige Datensicherungen und Software-Updates schließen die häufigsten Einfallstore.
- Phishing erkennen: Die häufigste Methode, mit der Kriminelle an sensible Daten gelangen – Beschäftigte sollten die typischen Merkmale kennen.
Weiterlesen: Seit wann gibt es Datenschutz?
Weiterlesen: Hat KI etwas mit Datenschutz zu tun?